Cibeles Platz, Melone und Papst, in Madrid herrscht in diesen Tagen der Ausnahmezustand. Die letzten Tage vor dem grossen Abschussgottesdienst auf einem alten Militaerflughafengelaende stehen an.
Cacao, Croisant mal mit Vanillepudding oder Schokocreme gefuellt, sowie ein Paecken Saft, sind unser taegliches Fruehstueck. Anschliessend erfolgt ein alltaegliches Morgenritual in unserer Unterkunft: Muskeltraining! Tasche packen, Isomatte zusammen raeumen und dann geht das Gepaeck in eine Duschkabine ab. Dort darf es bis zum Abend liegen bleiben. Gegen 23:00 Uhr wird unser Quartier wieder aufgebaut. Alle schweren Taschen kommen wieder in die Turnhalle, die zwar gross ist, aber fuer 600 Personen als klein erscheint. Abgetrennte Bereiche markieren, welche Gruppen, wie z.B. die Koenigssteiner Gruppe oder die Jugendlichen aus der Steiermark, wo ihr Nachtquartier aufschlagen duerfen. Manche nutzen die heissen Temparaturen und schlafen draussen.
Neben diesen Dingen gibt es eine Menge Spass in Madrid zu erleben. Tanzende und singende Jugendliche in teilweise voellig ueberfuellten Metros. (Dabei muss man haeufig auch ganz schoene Wartezeiten in Anspruch nehmen.)
Doch Fotos und kurzzeitige Gespraeche mit Jugendlichen aus anderen Nationen, lassen den WJT zu einem unvergesslichen Erlebnis werden und verkuerzen die Wartezeiten ungemein.
Genauso, wie das gemeinsame Beten und der Austausch ueber Glaubensfragen in den Katechesen, die am Vormittag stattfinden. Sehr kritisch auessern die Jugendlichen den Bischoefen gegenueber, wie sehr sie Veraenderungen innerhalb der Kirche sich wuenschen aber auch in welchen Konfliktesituationen sie sich in den punkto Glaube und Zeuge sein, befinden.
So dienten die Katechesen als eine gute Zeit der Vorbereitung fuer den Papstbesuch. Seit gestern Abend ist Papst Benedikt nun in Madrid gegenwaertig, feierlich wurde er empfangen und in wenigen Stunden werden wir gemeinsam mit ihm den Kreuzweg auf dem Cibeles Platz beten duerfen.
Der letzte offizielle Tag in Madrid! Fuer morgen ist neben dem Raeumen der Turnhalle ein kurzer Einkauf geplant, sodass wir bis Dienstag frueh mit allem hinkommen. Gegen Vormittag wird voraussichtlich ein Pilgerweg zu der Kirche stattfinden, an der wir die letzten Tage die Katechesen erleben durften. Gegen Nachmittag werden wir uns zunaechst mit der Metro auf den Weg machen. Ca. eine halbe Stunde werden wir von der Metroendstation bis zum Feld noch laufen muessen. Betet fuer uns, dass wir trotz der grossen Hitze dort alle gut ankommen. Um die Mittagszeit ist es hier wirklich unertraeglich.
Wenn wir Glueck haben kommen wir ziehmlich weit vorn auf das Pilgerfeld, sodass wir den Papst aus naechster Naehe sehen koennen. Am Abend feiern wir die Vigil gemeinsam mit dem Papst und am Sonntag eine Hl. Messe. Gegen Sonntagabend werden wir mit unseren Bussen nach Deutschland aufbrechen. Dienstag morgen gegen 6.00 Uhr wird mit unserer Ankunft in Magdeburg gerechnet. Vielleicht schaffen wir es noch mal uns von unterwegs aus zu melden und koennen allen Daheimgebliebenen die ersten Eindruecke schildern.
Alors, liebe sonnige und heisse Gruesse aus Madrid, Eure Weltjugendtagsteilnehmer vom Bistum Magdeburg!